Zeitschriftenrichtlinien und Publikationsprozess

Konzept

OGJ. Open Gender Journal ist eine Open-Access-Zeitschrift für die Geschlechterforschung, in der fortlaufend qualitätsgesicherte Fachbeiträge veröffentlicht werden. OGJ wird herausgegeben von Vertreter_innen deutschsprachiger Geschlechterforschungszentren. An OGJ arbeiten universitäre Institutionen der Geschlechterforschung in verschiedenen Funktionen und Rollen mit. OGJ wird durch einen internationalen Beirat unterstützt.  

Aufbauend auf einer dezentralen Arbeitsstruktur werden in OGJ neue Möglichkeiten des freien und elektronischen Publizierens im inter-/transdisziplinären und internationalen Feld der Geschlechterforschung realisiert. Durch verteilte Verantwortlichkeiten ist eine breite Beteiligung möglich und erwünscht.

OGJ reflektiert die Breite und Vielfalt des wissenschaftlichen Feldes der Geschlechterforschung ohne thematische Einschränkungen: Im Sinne eines „Megajournals“ verzichtet OGJ auf redaktionelle Themensetzungen und ermöglicht durch eine fortlaufende Erscheinungsweise einen beschleunigten und offenen Publikationsprozess. Für die Veröffentlichung in OGJ fallen keine Publikationsgebühren (Article Processing Charges) an. Damit erhält die Geschlechterforschung einen Ort, an dem Wissenschaftler_innen ihre Forschungsergebnisse entsprechend der eigenen aktuellen Schwerpunkte schnell und kostenfrei publizieren können – ohne Limitierung durch thematische Call for Papers.

Diese inhaltlich-editorische Offenheit setzt sich im disziplinär-integrativen Sinne fort: OGJ soll auch Beiträgen ein Forum bieten, die sich nicht im engeren Sinne der Geschlechterforschung zurechnen, aber methodisch, thematisch oder konzeptionell auf zentrale Fragen der Geschlechterforschung Bezug nehmen bzw. einen Beitrag zu diesen leisten. Geschlechterforschung wird dabei als Sammelbegriff für die verschiedenen methodischen und theoretischen Ausrichtungen innerhalb des Feldes (Frauenforschung, Geschlechterforschung, Genderforschung, Gender Studies, feministische Forschung) verwendet und schließt angrenzende Felder wie Queer Studies, Disability Studies, Rassismusforschung, Critical Whiteness und Postcolonial Studies, Diversity Studies, insbesondere auch die Berücksichtigung intersektionaler Perspektiven mit ein.

In dieser Hinsicht bietet OGJ also nicht nur Raum, um klassische Publikationsgepflogenheiten zu hinterfragen; auch werden durch den freien und transparenten Austausch das fachliche Selbstverständnis und die disziplinäre Offenheit der Geschlechterforschung weiterhin kritisch und zudem sichtbar diskutiert. 

In OGJ werden ausschließlich wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht, die ein double-blind peer review durchlaufen haben. Damit orientiert sich OGJ – trotz der auch problematischen Aspekte dieses Qualitätssicherungsverfahrens – an den derzeit gültigen Standards. So soll insbesondere Nachwuchswissenschaftler_innen ermöglicht werden, den im Qualifikations- und Bewerbungsprozess geltenden Anforderungen in vollem Umfang gerecht zu werden. OGJ ergänzt existierende Bemühungen, Ergebnisse der Geschlechterforschung Disziplinen übergreifend offen und transparent zu kommunizieren. Mit einer inklusiven Struktur, der Möglichkeit mehrsprachiger Publikationen und der Integration multimedialer Inhalte reagiert OGJ auf die sich verändernden Publikationsgepflogenheiten innerhalb der Wissenschaftsgemeinde. 

OGJ ist Teil einer im Aufbau befindlichen Open-Access-Publikationsplattform für die Geschlechterforschung (OGP), die weitere Publikationsmöglichkeiten im Rahmen von Open Access eröffnen soll (Open Monographs, Forschungsdaten etc.).

 

 

Rubriken-Richtlinien

Articles

Auswählen Beitragseinreichung möglich Auswählen Indiziert Auswählen Begutachtet (Peer Review)
 

Peer-Review-Vorgang

Das Open Gender Journal stellt sich höchsten wissenschaftlichen Standards. Es werden nur Originalbeiträge veröffentlicht. Open Gender Journal ist ein peer-review-journal, d.h. alle Beiträge werden grundsätzlich einem anonymisierten Begutachtungsverfahren unterzogen. Eingereichte Beiträge werden zunächst von der Redaktion auf ihre Eignung geprüft und bei positivem Ergebnis an zwei externe Expert_innen zur Begutachtung weitergeleitet. Die Begutachtung durch die externen Gutachter_innen erfolgt beidseitig anonym (double-blind). Die eingereichten Manuskripte werden daher von der Redaktion vor der Begutachtung vollständig anonymisiert, d.h. sämtliche Hinweise auf die Identität der Autor_innen werden entfernt. Dazu gehören u.a. die Entfernung des Namens, die Vermeidung mehrfacher Selbstzitate sowie direkter oder indirekter Hinweise auf die Identität der Autor_innen in der Danksagung oder bei der Beschriftung von Tabellen und Grafiken.

Die Redaktion trifft auf Grundlage der Gutachten eine Entscheidung über Annahme oder Ablehnung des Beitrags bzw. Art und Umfang der erforderlichen Überarbeitungen. Diese Entscheidung erfolgt in der Regel nach spätestens 8 Wochen. Die Autor_innen können den Stand der Bearbeitung ihrer Beiträge im Redaktionssystem verfolgen.

Die Autor_innen werden umgehend schriftlich über die Entscheidung informiert. Dazu werden die anonymisierten Gutachten zugesandt sowie die Gründe für die Entscheidung offengelegt. Wenn der Beitrag ohne Auflagen angenommen wird, erfolgt direkt eine weitere Bearbeitung durch das Lektorat. Die Autor_innen bekommen dann die lektorierte Fassung zur Überprüfung der vorgeschlagenen Änderungen. Wenn die Gutachten kleinere Änderungen vorsehen, erhalten die Autor_innen eine Gelegenheit zur Bearbeitung, bevor der Beitrag ins Lektorat gegeben wird. Wenn der Beitrag grundlegend überarbeitet und neu eingereicht werden muss, haben die Autor_innen  in der Regel ca. 4 Wochen Zeit für die Erstellung einer überarbeiteten Fassung.  Anschließend erfolgt eine erneute Begutachtung durch die externen Gutachter_innen und die Redaktion, bei der überprüft wird, ob die erfolgten Überarbeitungen den in den Gutachten formulierten Anforderungen gerecht werden.

Das Begutachtungsverfahren stellt eine Dienstleistung dar, bei die Autor_innen, Redaktion und Gutachter_innen gemeinsam für die Qualität der Beiträge Sorge tragen. Die hohe Transparenz des Verfahrens sichert faire und professionelle Bedingungen des Prozesses. Die Redaktion ist sich der Heterogenität der Wissenskulturen innerhalb der Gender Studies bewusst und wird diese bei der Auswahl geeigneter Gutachter_innen berücksichtigen, um eine Favorisierung von Denkrichtungen und Zugängen zu vermeiden und den in den Beiträgen eingenommenen Perspektiven gerecht zu werden. Die Namen der Gutachter_innen eines Jahrgangs des Open Gender Journals werden am Ende des Jahres (nach Zustimmung) veröffentlicht.

 

 

Open-Access-Richtlinie

OGJ. Open Gender Journal ist eine Open-Access-Zeitschrift. Um die Open-Access-Merkmale zu gewährleisten, erscheinen alle Beiträge unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International. Die veröffentlichten Beiträge dürfen Sie unter den Bedingungen der Lizenz frei nutzen, insbesondere auch für kommerzielle Zwecke und durch Bearbeitung der Beiträge  (Lizenzvertrag, allgemeinverständliche Fassung).  

Die Autorinnen und Autoren von OGJ haben der Zeitschrift die Veröffentlichung erlaubt und ihre Texte unter einer CC-BY-Lizenz veröffentlicht. Es findet keine exklusive Übertragung von Verwertungsrechten („copyright transfer“) an die Zeitschrift statt.

Die Autor_innen werden ermutigt, ihre Beiträge auch an anderen Orten, z.B. in Repositorien, einzustellen.