Männlichkeit und Krise in der Erzählliteratur der Frühen Moderne
Klaus Wieland: Moderne Mannsbilder. Zur Semantik von „Männlichkeit“ in der deutschsprachigen Erzählliteratur der Frühen Moderne, 1890–1930. transcript 2024.
DOI:
https://doi.org/10.17169/ogj.2026.398Schlagworte:
Moderne, Männlichkeit, Männerbild, Krise, LiteraturAbstract
Ausgehend von der Feststellung, dass Männlichkeit in aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Geschlecht weniger behandelt wird als Weiblichkeit, setzt sich Klaus Wieland zum Ziel, die Pluralisierung von Männlichkeiten um 1900 in der Erzählliteratur zu beobachten. Es handelt sich hier sowohl um das Aufkommen neuer männlicher Figuren als auch um die Modernisierung und Transformation der alten männlichen Typen. Dabei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den Darstellungen und Diskursen und nicht auf der historischen oder sozialen Realität. Um zu erfahren, was aus der hegemonialen Männlichkeit in der sich wandelnden literarischen Landschaft dieser Epoche wird, wird gefragt, ob das Auftauchen alternativer Figuren zu einer Neuhierarchisierung der Wertschätzung und damit zu einer dauerhaften Abwertung der hegemonialen Männlichkeit führt. Und kann daraus tatsächlich auf die sogenannte "Krise der Männlichkeit" geschlossen werden? So lautet der Ausgangspunkt dieser umfassenden Studie, die sich auf ein reichhaltiges Korpus mit 76 Werken stützt.
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