How to Do Things with Aggressions?

Elizabeth A. Wilson: Eingeweide, Pillen, Feminismus. Edition Patrick Frey. 2022.

  • Sarah Sandelbaum Goethe-Universität Frankfurt am Main
Schlagworte: Affekt, Queer Theory, Depression, Psychoanalyse

Abstract

Elizabeth Wilsons 2015 erschienene Publikation „Gut Feminism“ liegt seit diesem Jahr nun auf Deutsch vor. In Rückgriff auf empirische Daten aus den Neurowissenschaften, auf Psychoanalyse und Dekonstruktion reformuliert sie nicht nur ihre langjährige Beschäftigung mit dem biologischen Körper, mit Depressionen und deren pharmazeutischer Behandlung, sondern schlägt vor, feministische Politik soll „radikal negativ“ sein und ihr eigenes schädigendes Potenzial annehmen. Wilson fordert damit nicht nur die bisherigen „affirmativen“ bzw. „reparativen“ Lesarten feministischer Neomaterialismen heraus, sondern betont (unbewusste) Aggressionen, Verlust und Schaden in der „reparativen Wende“ der Queer Theory.

Autor/innen-Biografie

Sarah Sandelbaum, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Sarah Sandelbaum arbeitet am Arbeitsbereich Gesellschaftstheorie und Sozialforschung an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. zu Queer Theory, dekolonialen Epistemologien, feministischer Gesellschaftskritik und künstlerischen/politischen Praktiken.

Buchcover, Abbildung von knall-pinken Schlauchstrukturen, die wie Eingeweide aussehen
Veröffentlicht
2022-06-08
Zitationsvorschlag
Sandelbaum, S. (2022). How to Do Things with Aggressions? : Elizabeth A. Wilson: Eingeweide, Pillen, Feminismus. Edition Patrick Frey. 2022. Open Gender Journal, 6. https://doi.org/10.17169/ogj.2022.203
Rubrik
querelles-net: Rezensionen