Stigmatisierung und Verfolgung ‚asozialer‘ Frauen im nationalsozialistischen Österreich

Rezension zu Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal: „Arbeitsscheu und moralisch verkommen“. Verfolgung von Frauen als „Asoziale“ im Nationalsozialismus

  • Isabel Meusen Weber State University
Schlagworte: Diskriminierung, Nationalsozialismus, Sexualität, Stigmatisierung

Abstract

Gegenstand des Buches ist die Geschichte der Verfolgung von als ‚asozial‘ bezeichneten Frauen während des Nationalsozialismus in und aus Österreich. Neben einer ausführlichen Diskussion des Begriffs ‚asozial‘ und den verfolgungsrelevanten behördlichen Gesetzen und Verordnungen enthält das Buch diverse Fallstudien und Einzelschicksale, anhand derer die Lebens- und Leidensbedingungen der Frauen vor, während und nach dem Konzentrationslager skizziert werden. Der Schwerpunkt des Buches liegt in der Sichtbarmachung systematischer Verfolgung sowie der Ursachenforschung und Begründung von Unterschieden im behördlichen Verhalten. Zuletzt widmen sich die Autor_innen der fortgesetzten Diskriminierung und Stigmatisierung von als ‚asozial‘ verfolgten Frauen im Österreich der Nachkriegszeit.
Rotes Buchcover mit Abbildung einer maschinengeschriebenen Notiz. Buchtitel "Arbeitsscheu und moralisch verkommen"
Veröffentlicht
2020-10-08
Zitationsvorschlag
Meusen, I. (2020). Stigmatisierung und Verfolgung ‚asozialer‘ Frauen im nationalsozialistischen Österreich: Rezension zu Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal: „Arbeitsscheu und moralisch verkommen“. Verfolgung von Frauen als „Asoziale“ im Nationalsozialismus. Open Gender Journal, 4. https://doi.org/10.17169/ogj.2020.151
Rubrik
querelles-net: Rezensionen