Sexualität und Mobilität – Migrantinnen in Nord-Süd-Verhältnissen
Abstract
Der Beitrag lotet das Verhältnis von Sexualität, Gender und Migration aus der Perspektive des Globalen Südens aus und adressiert damit Engführungen in der geschlechterbezogenen Migrationsforschung. Anhand von Forschungen zu bolivianischen Migrantinnen und im Sextourismus tätigen brasilianischen Frauen zeichnet der Beitrag die Bedeutung lokaler Kontexte und der Nord-Süd-Verhältnisse für die Migration und das Leben in Europa nach. Ausgehend von den Erfahrungen der Interviewten und im Anschluss an körperpraxeologische Ansätze wird untersucht, wie die Frauen Körperpraktiken und sexualisierte sowie exotisierende Repräsentationen gezielt für räumliche und soziale Mobilität einsetzen. Mit Bezug auf queertheoretische und dekoloniale Perspektiven werden nicht nur die durch Mobilitätsstrategien erzielten Handlungsspielräume der Interviewten, sondern auch die normative Bedeutung rassifizierter und klassistischer Sexualitätskonzepte für die Konstitution von Grenzregimen und ihrer gewaltvollen Effekte aufgezeigt.
Copyright (c) 2019 Johanna Neuhauser, Katherine Braun

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