Global Citizenship Education kritisch gelesen. Koloniale Kontinuitäten und feministische Interventionen

Sandra Altenberger: Geschlechtergerechtigkeit und Global Citizenship Education. Eine postkolonial-feministische Subjektkartographie. transcript 2025

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.17169/ogj.2026.456

Schlagworte:

Bildung, Dekonstruktion, Diskurs, Feminismus, Postkolonialismus

Abstract

Diese Rezension bezieht sich auf die MonographieGeschlechtergerechtigkeit und Global Citizenship Education. Eine postkolonial-feministische Subjektkartographie“ von Sandra Altenberger und fast diese in ihren theoretischen Verortungen, methodischen Ansätzen und Erkenntnissen zusammen, bettet sie in aktuelle Debatten ein und zieht ein entsprechendes Fazit. Altenberger untersucht aus postkolonial-feministischer Perspektive, inwiefern koloniale Denkmuster in Konzepten der Global Citizenship Education (GCE) fortbestehen. Die zentrale Forschungsfrage richtet sich darauf, wie vergeschlechtlichte Subjektpositionen in der Konzeption von UNESCO-Dokumenten zu GCE diskursiv erzeugt werden und wie dies mit der Reproduktion kolonialer Machtverhältnisse zusammenhängt. Ziel ist es, diese Dynamiken sichtbar zu machen, kritisch zu reflektieren und zugleich emanzipatorische Potenziale von GCE offenzuhalten, indem bestehende Bedeutungen irritiert und neue Denk- und Handlungsräume eröffnet werden.

Autor/innen-Biografie

Jutta Bichl, Universität Innsbruck

Jutta Olivia Bichl ist Doktorandin am Doktoratskolleg „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse im Wandel“ an der Universität Innsbruck, wo sie 2025 ihr Promotionsstudium im Fach Politikwissenschaft aufgenommen hat. In ihrem Dissertationsprojekt untersucht sie die Entstehung und Ausgestaltung feministischer Außenpolitik aus einer kritischen Perspektive. Dabei analysiert sie, wie der Politikwerdungsprozess mit globalen Machtstrukturen und politischen Interessen innerhalb staatlicher Entscheidungsprozesse verknüpft ist. Ihre Forschung knüpft an breitere Debatten über die Rolle von Frauen und Geschlechterverhältnissen in der Friedensförderung und Konfliktbearbeitung an und verortet feministische Außenpolitik im weiteren Kontext geschlechtsspezifischer Machtverhältnisse und globaler Governance.

Literaturhinweise

Spivak, Gayatri Chakravorty (2012): An aesthetic education in the era of globalization. Cambridge, London: Harvard University Press.

Spivak, Gayatri Chakravorty (2008): Righting Wrongs. Unrecht richten [Übersetzung von Finck, Sonja/Keim, Janet]. Zürich, Berlin: diaphanes.

Cover: Altenberger

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Veröffentlicht

2026-08-10

Zitationsvorschlag

Bichl, J. (2026). Global Citizenship Education kritisch gelesen. Koloniale Kontinuitäten und feministische Interventionen: Sandra Altenberger: Geschlechtergerechtigkeit und Global Citizenship Education. Eine postkolonial-feministische Subjektkartographie. transcript 2025. Open Gender Journal, 10. https://doi.org/10.17169/ogj.2026.456

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