Pädagogik der Hoffnung im Underground?

Deutsche punk-feministische Festivals als Orte für eine Pädagogik feministischer Theorie und Aktion

  • Louise Barrière 2L2S, University of Lorraine
Schlagworte: Pädagogik, Soziale Bewegung, Frauenbewegung, Feminismus, Musik

Abstract

Dieser Artikel versteht punk-feministische Festivals in Deutschland als Underground-Räume für informelle Lehr- und Lernpraktiken. Ich möchte damit Festivals nicht nur als Veranstaltungen verstehen, bei denen das Publikum soziale Kontakte knüpft und Live-Musik konsumiert, sondern dezidiert auch als Bildungsorte. Ausgehend von früheren Forschungen zum grrrl zines-Aktivismus frage ich nach dem Einfluss einer "Pädagogik der Hoffnung" (bell hooks) auf punk-feministische Bewegungen. In einem ersten Schritt zeige ich, dass punk-feministische Festivals in Deutschland einen hoffnungsvollen Aktivismus fördern, der darauf abzielt, sowohl unabhängige Musikszenen als auch die Gesellschaft als Ganzes zu verändern. Zum Schluss möchte ich jedoch die Art und Weise in Frage stellen, in der diese Festivals die Erfahrungen weißer Menschen zentrieren und so Grenzen bzw. Limitierungen dieser Formen des Aktivismus aufzeigen.

Autor/innen-Biografie

Louise Barrière, 2L2S, University of Lorraine

Louise Barrière promoviert über Musik und Bühnenkunst an der Université de Lorraine (Frankreich). Sie studiert insbesondere queer und feministischen Interventionen im Bereich Popularmusik und Bildung. Sie ist auch Redaktionsmitglied der französicher Zeitschrift für Popularmusikforschung Volume!.

Cover of the 10th European Feminist Research Conference: An iridescent crinkled texture in shades of red and green
Veröffentlicht
2021-01-26
Zitationsvorschlag
Barrière, L. (2021). Pädagogik der Hoffnung im Underground? Deutsche punk-feministische Festivals als Orte für eine Pädagogik feministischer Theorie und Aktion. Open Gender Journal, 5. https://doi.org/10.17169/ogj.2021.84
Rubrik
10th European Feminist Research Conference in Göttingen (2018)