Zwischen Körper, Technologie und Gesellschaft
Sophie Bauer: „Das Natürlichste, was eine Frau haben kann.“ Eine Soziologie der Menstrualität. Campus 2025
DOI:
https://doi.org/10.17169/ogj.2026.419Schlagworte:
Biopolitik, Care, Cyborg, Körper, Menstrualität, NormativitätAbstract
Die Rezension behandelt Sophie Bauers Studie „‚Das Natürlichste, was eine Frau haben kann.‘ Eine Soziologie der Menstrualität.“ In acht Kapiteln spannt Bauer den Bogen von feministischen Debatten über historische Konzeptualisierungen bis hin zu aktuellen Praktiken, Technologien und Politiken der Menstrualität. Das Fundament der Arbeit bildet eine Re-Perspektivierung von Menstruation als materiell-diskursive Praxis, die sowohl mit Bezug auf Überlegungen von Donna Haraway als auch jenen der Critical Menstruation Studies vollzogen wird. Im Zentrum der Arbeit stehen empirische Einblicke, die unterschiedliche, Erfahrungen, Materialien sowie Praktiken des Menstruierens sichtbar machen und analytisch einordnen. Abgeschlossen wird die Studie mit einem Plädoyer für eine Ethik der Sorge, die Menstrualität nicht individualisiert und privatisiert, sondern zum kollektiven Gegenstand der Sorge erhebt.
Literaturhinweise
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