Alleinerziehende Frauen in Südafrika und Deutschland in formellen Erwerbskontexten

Eine Fallstudie zum Zusammenhang von Bildung, Re-Konzeptualisierung der Frauenrolle sowie den Einfluss von sozialen Netzwerken

  • Michael Boecker Fachhochschule Dortmund
  • Tanusha Raniga University of Johannesburg
  • Maud Mthembu University of KwaZulu-Natal
Schlagworte: Alleinerziehende, Bildung, Familie, Soziale Netzwerke, Sozialpolitik

Abstract

Viele Studien, die sich mit der Situation von alleinerziehenden Frauen beschäftigen, fokussieren insbesondere die negativen Folgen dieser Lebensform. Die vorliegende qualitative Studie präsentiert die Ergebnisse einer vergleichenden empirischen Untersuchung in der Republik Südafrika und der Bundesrepublik Deutschland, an der 25 alleinerziehende Frauen, die auf dem formellen Arbeitsmarkt beschäftigt sind, teilgenommen haben. Neben der Darstellung der unterschiedlichen historischen und sozioökonomischen Hintergründe und Bedingungen der beiden Länder zeigen die Interviewten deutliche Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten werden anhand von drei Schlüsselthemen diskutiert: persönliche und soziale Netzwerke als Ressource, Re-Konzeptualisierung der Frauenrolle sowie der Zusammenhang von Bildung und aktueller Lebenssituation.

Autor/innen-Biografien

Michael Boecker, Fachhochschule Dortmund

Dr. Michael Boecker ist Professor für Sozialmanagement und Wirkungsorientierung der Sozialen Arbeit am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund. Aufgrund seiner mehr als 15-jährigen Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit verfügt Prof. Boecker über langjährige Expertise zu Projekten im südlichen Afrika und ist an zahlreichen Forschungsaktivitäten beteiligt, zuletzt zur Lebenssituation alleinerziehender Mütter in Südafrika und Deutschland.

Tanusha Raniga, University of Johannesburg

Dr. Tanusha Raniga ist Professorin für Sozialarbeit am Department of Social Work and Community Development der Universität von Johannesburg, Südafrika. Prof. Raniga ist eine C2 bewertete NRF-Forscherin. Sie hat in lokalen und internationalen Fachzeitschriften zur Feminisierung von Armut, soziale Sicherungssysteme und kommunale Entwicklungen veröffentlicht.

Maud Mthembu, University of KwaZulu-Natal

Dr. Maud Mthembu ist senior lecturer an der Universität von Kwa-Zulu Natal (UKZN). Dr. Mthembu ist spezialisiert auf Kinderschutz und Sozialpolitik. Innerhalb ihrer Disziplin ist sie für verschiedene akademische und administrative Aufgaben zuständig. Sie ist eine der Projektverantwortlichen in einem Forschungsprojekt mit dem Titel „Internationalization for Building Competencies Project (IFBC), einem Kooperationsprojekt zwischen der UKZN und der Fachhochschule Dortmund. Darüber hinaus leitet sie ein vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD) finanziertes Storybook-Projekt für Kinder, die von COVID-19 in Südafrika betroffen sind.

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Veröffentlicht
2021-01-26
Zitationsvorschlag
Boecker, M., Raniga, T., & Mthembu, M. (2021). Alleinerziehende Frauen in Südafrika und Deutschland in formellen Erwerbskontexten: Eine Fallstudie zum Zusammenhang von Bildung, Re-Konzeptualisierung der Frauenrolle sowie den Einfluss von sozialen Netzwerken. Open Gender Journal, 5. https://doi.org/10.17169/ogj.2021.128
Rubrik
Forschungsartikel