Männer ‒ Zirkel. Scheiternde Formen ökonomisierten und vergeschlechtlichten Erzählens in Gottfried Kellers „Martin Salander“

  • Marius Reisener Humboldt-Universität zu Berlin
Schlagworte: Masculinities, poetischer Realismus, Gendered Narratology, Ökonomie, Zirkulation

Abstract

In dem literaturwissenschaftlichen Beitrag geht es um die Produktion und Kritik des Wissensobjekts ‚Geschlecht‘ unter besonderer Berücksichtigung textueller Eigenarten des poetischen Realismus und der Konstruktion literarischer Zeichen-Körper. Im Rahmen einer gendered narratology werden spezifische Konfigurierungstypen modernen Erzählens identifiziert, die den Fokus der Analyse auf ökonomisierte und vergeschlechtlichte Strukturierungsweisen verschieben. Anhand von Gottfried Kellers Roman „Martin Salander“ (1886) werden die Materialisierungsvorgänge von Geld am männlichen Körper nachgezeichnet, um abschließend herauszuarbeiten, wie dieser Männlichkeitsentwurf mit der Struktur des Romans und dessen Schluss korreliert. Ziel ist es, dekonstruierende Erzählweisen in Kellers Werk auszumachen, die in der Verschaltung von Geschlecht, Geld und Text bereits frühe Formen der Kapitalismus- und Vergeschlechtlichungskritik offenbaren.
Veröffentlicht
2017-09-22
Zitationsvorschlag
Reisener, M. (2017). Männer ‒ Zirkel. Scheiternde Formen ökonomisierten und vergeschlechtlichten Erzählens in Gottfried Kellers „Martin Salander“. Open Gender Journal. https://doi.org/10.17169/ogj.2017.6
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Rubrik
Artikel